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Hollywood trifft auf Psychoanalyse

Marilyn Monroe und die Liebesgeschichte, über die man bisher nichts wusste

Im Spätsommer 1956 trifft Hollywood auf Psychoanalyse: Marilyn Monroe konsultiert in London sieben Tage lang Anna Freud. Hektor Haarkötter rekonstruiert die Hintergründe dieser zwar dokumentierten, aber bis heute rätselhaften Begegnung.

Buchcover des Buches: Marilyn Monroe liegt auf der Couch und spricht über Sex von Hektor Haarkötter erschienen im Carl Ueberreuter Verlag 

Ruhm, Krise und Selbstsuche

Die Monroe, zu diesem Zeitpunkt der größte Hollywood-Star, reist nach London, um ihren ersten selbstproduzierten Film unter der Regie von Laurence Olivier zu drehen. Begleitet wird sie von ihrem Ehemann Arthur Miller. Hinter Glamour und Erfolg verbergen sich jedoch massive Lebenskrisen: Konflikte am Filmset, Medikamentenabhängigkeit, Selbstzweifel und eine Ehe am Rande des Scheiterns prägen diese Phase.

Haarkötter zeigt die Frau hinter der Ikone: eine verletzliche, hochintelligente und hypersensible Norma Jeane, die zwischen öffentlicher Projektion und privater Zerrissenheit lebt. Sexualität, Ruhm und persönliche Tragik verschmelzen zu einem komplexen Selbstbild, das weit über das Sexsymbol hinausgeht.

Die Frau im Schatten des Vaters

Anna Freud erscheint als souveräne Intellektuelle und Wegbereiterin der Kinderpsychoanalyse, zugleich als Frau mit eigenen biografischen Brüchen. Lange im Schatten ihres übermächtigen Vaters Sigmund Freud kämpft sie mit Anerkennung, emotionaler Bindung und ihrer nie offen gelebten Homosexualität.

Eine ungewöhnliche Beziehung

Während der sieben Tage entwickelt sich zwischen Monroe und Freud eine intensive, fast intime Beziehung – ein Austausch zwischen zwei monumentalen Frauenfiguren des 20. Jahrhunderts, der Liebe, Begehren, Ängste und existentielle Fragen umfasst. Die Begegnung spannt die Hemisphären des alten Wien und des neuen Hollywood aufeinander, führt zu dramatischen Einsichten und endet abrupt.

Das Buch

„Marilyn Monroe liegt auf der Couch und spricht über Sex“ erscheint am 5. Mai 2026 im Carl Ueberreuter Verlag. Auf 200 Seiten erzählt Hektor Haarkötter die bislang kaum beleuchtete Begegnung zwischen Marilyn Monroe und Anna Freud. Das Hardcover ist für 28 Euro im Handel erhältlich und bietet eine umfassende Rekonstruktion dieser bemerkenswerten Woche, die Hollywood, Psychoanalyse und die inneren Kämpfe zweier außergewöhnlicher Frauen miteinander verknüpft.

Der Autor

Hektor Haarkötter, geboren 1968, ist Professor für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt politische Kommunikation an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Er studierte unter anderem Philosophie, Geschichte, Deutsche Philologie und Soziologie in Rom, Düsseldorf und Göttingen und arbeitete als Journalist sowie Fernsehregisseur.

Ehrenamtlich ist Haarkötter geschäftsführender Vorstand der Initiative Nachrichtenaufklärung, die jährlich die „Top Ten der vergessenen Nachrichten“ veröffentlicht. Für seine Arbeiten wurde er mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, darunter der Columbus Filmpreis in Gold.